Was in der Social-Media-Betreuung steckt
In der Social-Media-Betreuung steckt jeder Schritt vom leeren Profil bis zur Antwort auf den letzten Kommentar des Monats. Ein Teil davon fällt einmal an, der Rest jeden Monat von vorn.
Am Anfang werden die Kanäle angeschlossen und die Profile eingerichtet, mit Bild, Beschreibung, Link und allen Zugängen. Dann folgt die Strategie: Wen willst du erreichen, worüber sprichst du immer wieder und wie soll das Ganze klingen und aussehen?
Jeder Monat beginnt mit dem Redaktionsplan. Die Themen müssen zu deinem Geschäft, zur Jahreszeit und zu deinen Terminen passen und dürfen sich nicht wiederholen. Schon hier entscheidet sich, was ein Reel wird, was ein Karussell zum Durchwischen und was ein einzelnes Bild.
Zu jedem Thema entstehen dann der erste Satz, der Text auf dem Bild und die Caption, also der Text unter dem Beitrag. Die Bilder werden in deinen Farben und deiner Schrift gestaltet, beim Karussell Seite für Seite.
Am aufwendigsten sind die Reels. Sie werden gedreht oder aus Material geschnitten, das du geliefert hast. Dann kommen die besten Sekunden in die richtige Reihenfolge und Untertitel darüber, damit das Reel auch ohne Ton funktioniert.
Danach liegt alles bei dir zur Freigabe. Was du änderst, läuft zurück in Text oder Bild, bis der Beitrag passt. Erst dann wird er für seinen Tag und seine Uhrzeit eingeplant, auf jedem Kanal einzeln.
Online ist ein Beitrag noch nicht erledigt. Unter dem Reel will jemand das Rezept, per Nachricht fragt jemand nach einem Termin. Beides braucht eine Antwort in deinem Ton, auch an den Tagen zwischen den Beiträgen.
Nebenher laufen die Absprachen. Ein Termin verschiebt sich oder ein neues Angebot kommt dazu, schon ändert sich der halbe Plan.
Am Monatsende zeigt die Auswertung, welche Beiträge gespeichert, geteilt und kommentiert wurden. Was gut lief, fließt in den nächsten Plan.
Quer durch all das laufen Details, die dir erst auffallen, wenn etwas schiefgeht. Jeder Kanal will eigene Formate, ein Bild für den Feed passt nicht ohne Weiteres in die Story. Das Impressum muss vom Profil aus erreichbar sein, Werbung muss als Werbung zu erkennen sein und für jedes Foto und jedes Lied im Reel muss jemand klären, ob du es nutzen darfst.
Im Feed siehst du nur einen kleinen Teil dieser Arbeit.
Wie die Beiträge aussehen, hängt an deinem Geschäft. Als Ernährungsberater brauchst du vielleicht einen Beitrag zu einer Frage aus deiner Praxis und ein Reel, in dem dein Frühstück in drei Minuten fertig ist. Im Maklerbüro zeigst du die Wohnung, die gerade neu im Angebot ist, als Agentur lässt du Beiträge für deine Kunden produzieren, die unter deinem Namen erscheinen.
Was das im Monat kostet
Zwei Kanäle samt Inhalten kosten nach unserer Rechnung rund 2.500 Euro im Monat, wenn Betreuung und Inhalte getrennt berechnet werden. Preise in Euro, netto.
Wien nehmen wir als Beispiel, weil wir dort die einzige unabhängige Preisstudie im deutschsprachigen Raum gefunden haben. Für sie hat das Institut IFES Ende 2024 im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien 580 Werbebetriebe befragt. Agenturseiten aus Deutschland nennen ähnliche Spannen, etwa 800 bis 5.000 Euro im Monat.
Die Studie führt Betreuung und Inhalte als getrennte Posten. Typisch sind 800 Euro im Monat je Kanal und 900 Euro im Monat für die Inhalte, für Instagram und Facebook rechnen wir also 800 plus 800 plus 900 Euro. Mit den niedrigen Preisen der Studie (375 plus 375 plus 460 Euro) sind es rund 1.200 Euro, mit den hohen (1.500 plus 1.500 plus 2.000 Euro) rund 5.000 Euro. Einen Paketpreis nennt die Studie nicht, die Summen sind unsere.
Einmalig kommen rund 900 Euro je Auftritt fürs Einrichten dazu und 1.250 Euro für die Strategie.
Was hinter den Beträgen steckt, sagt die Studie nicht, ebenso wenig, wie viele Betriebe Preise für Social Media genannt haben. Nimm die Summen deshalb als Größenordnung, nicht als Preisschild.
Was den Preis verschiebt, zeigt die Grafik: Je weiter ein Regler rechts steht, desto mehr Arbeit steckt im Angebot. Lieferst du gutes Material selbst, frag, ob sich das im Preis zeigt.
Was Freelancer kosten
Freelancer sind im Schnitt etwas günstiger als Agenturen. In der Wiener Studie liegt der Stundensatz von Social-Media-Redakteuren in Ein-Personen-Betrieben rund 14 Prozent unter dem in Betrieben mit Angestellten. Nach Stunden rechnet aber kaum jemand ab, die meisten bieten Pakete an.
Was es kostet, selbst zu posten
Postest du selbst, bezahlst du mit deinen eigenen Stunden. Nimm die Arbeit von oben und schreib einen Monat lang auf, was dich jeder Schritt kostet, von der Themensuche bis zur Antwort auf den letzten Kommentar. Die Summe nimmst du mal das, was dir eine Stunde Beratung oder ein Kundentermin sonst bringt.
Das Ergebnis ist dein Preis für diesen Monat, nur steht er auf keiner Rechnung. Fängst du gerade erst an, sitzt du an allem deutlich länger als jemand, der das jeden Tag macht, weil du erst ein Schnittprogramm suchst und das Reel ein zweites Mal drehst.
Lernen kannst du das alles. Nur gehen diese Stunden von der Arbeit ab, mit der du dein Geld verdienst. Im nächsten Monat fällt die Liste wieder an, auch wenn dein Kalender gerade voll ist.
Wie ein Maklerbüro diese Rechnung mit seinen eigenen Zahlen aufmacht, steht in unserem Ratgeber Was kostet Social-Media-Betreuung für ein Maklerbüro?.
Wie du Angebote vergleichst
Vergleich bei Angeboten die Leistung, nicht den Betrag. Zwei Angebote über je 2.500 Euro im Monat können sehr verschieden viel enthalten.
Das erste nennt nur einen Paketnamen wie Premium und 20 Posts im Monat. Das zweite schreibt dir auf: zwölf Beiträge auf Instagram und Facebook, davon vier Reels, Kommentare werden beantwortet.
Nur das zweite kannst du mit einem anderen Angebot vergleichen. Ob 20 Posts mehr Arbeit sind als zwölf Beiträge mit vier Reels, weißt du erst, wenn du Kanäle und Reels kennst und weißt, wer deine Kommentare beantwortet.
Lass dir außerdem Kanäle zeigen, die der Anbieter schon seit mehreren Monaten betreut, am besten aus deiner Branche. Frag auch, was einmalig dazukommt, wie lange der Vertrag läuft und ob die Konten auf deinen Namen angelegt sind, damit sie bei einem Wechsel bei dir bleiben.
Arbeitest du in einer Agentur und willst die Produktion für deine Kunden abgeben, steht in unserem Ratgeber White-Label-Agentur: Wie läuft Social Media unter eurem Namen?, wie das funktioniert.
So arbeiten wir bei leckerPostings
Wir planen die Themen, texten, gestalten und veröffentlichen deine Beiträge auf Instagram, Facebook, LinkedIn, YouTube und TikTok. Das machen wir seit über sieben Jahren, entsprechend viel Erfahrung steckt in jedem Monat.
Bei dir bleibt das Freigeben, ohne dein Ja geht nichts online. Den Preis besprechen wir mit dir, wenn klar ist, was du brauchst.